Websites, Applications, Augmented Reality – worum geht‘s eigentlich?

In der Abteilung Bildung gibt es jetzt einen guten Write-Up zum Thema Websites, Applications, Augmented Reality – worum geht‘s eigentlich?:

Inhalte online zur Verfügung stellen: dabei geht es längst nicht mehr nur um die klassische Website, wie sie sich in der Evolution der Informationsgesellschaft um die Jahrtausendwende formiert hat. Die Anforderungen für Websites haben sich in den letzten Jahren verändert: einerseits ist eine Anbindung an Social Media über APIs (Application Programming Interface, Schnittstellen, über die Inhalte z. B. von Google Maps, Facebook, Twitter etc. abgerufen werden können) zur gängigen Praxis geworden. Die Inhalte sind also nicht mehr originär, sondern speisen sich aus mehreren Quellen. Auch von Nutzerseite erfolgt der Zugang zu Websites nicht mehr nur über die Verlinkung von einer Webseite zur anderen oder eine Suchmaschine. Ein wachsender Anteil an Zugriffen kommt aus Netzwerken wie Twitter oder Facebook, die damit zu einer Art Suchmaschine im Social Graph werden.

Andererseits hat sich in den letzten Jahren die Anzahl der Endgeräte, mit denen Inhalte online abgerufen werden, vervielfacht. Insbesondere im Bereich der mobilen Endgeräte ist Einiges in Bewegung geraten – angefangen bei Handys mit mobilem Browser, PDAs (Personal Digital Assistant wie z. B. Palm) über die Smartphones (z. B. Blackberry, Nokia, iPhone, Android) bis zu den Netbooks (z. B. der Asus EEE) und kürzlich dem Markteintritt des iPad. All diese Geräte laufen mit unterschiedlichen Betriebssystemen (OS, Operating System) und besitzen unterschiedliche Geräte-Eigenschaften, die sich auf die Gestaltung der online abrufbaren Inhalte auswirken. Hervorstechendstes Merkmal ist die Monitor- bzw. Displaygröße, die von 2,5 Zoll bei Handys bis 12 Zoll bei Netbooks gehen kann.

Die universale Software zum Abruf von Online-Inhalten ist der Browser. Dieser bildet quasi die graphisch aufbereitete Schnittstelle zwischen Inhalten, Endgeräten und Nutzern. Bis jedoch die online hinterlegten Inhalte einer Website beim Nutzer landen, gilt es, einige Engpässe zu überwinden. Das fängt an bei der mobilen Bandbreite über die verwendete Technik (JavaScript, Flash etc.) bis hin zu den unterschiedlichen Navigationsmöglichkeiten der Endgeräte.

Mobile Webseiten

Daher werden Webseiten für den mobilen Abruf gesondert aufbereitet: die zu übermittelnde Datenmenge wird möglichst gering gehalten (für das kleinere Display sind z. B. große Bilder ohnehin eher von Nachteil) und das Angebot wird speziell auf die Informationsbedürfnisse unterwegs zugeschnitten. Dafür ist es von Vorteil, den ungefähren Standort des Nutzers zu kennen, um Information umgebungsbezogen zur Verfügung stellen zu können. Die Angabe zum Standort kann vom Nutzer eingegeben oder über das Gerät zur Verfügung gestellt werden. Die mobile Version einer Webseite wird auch als Web Application oder Web-App bezeichnet, im Gegensatz zu nativen Apps für iPhone oder Android, und läuft in jedem Browser, ist damit also weitgehend unabhängig von Betriebssystemen oder Zulassungsprozessen wie beispielsweise beim Apple-Store.

Native Applications

Native Apps wie z. B. für Apple oder Android haben den Vorteil, daß sie direkt auf die jeweilige Hardware aufsetzen können und damit die Möglichkeiten der Endgeräte optimal ausnutzen können. Im Falle von Apple kommt noch dazu, daß die Bedienelemente vorgegeben sind, wodurch einerseits eine einheitliche Bedienung der unterschiedlichen Apps sichergestellt ist und andererseits auch die Arbeit der Entwickler vereinfacht wird. Wesentlicher Punkt bei nativen Apps ist jedoch die Vertriebsstruktur über einen App-Store. Über diesen fällt eine Monetarisierung der Online-Angebote wesentlich leichter, da nicht nur die App selbst, sondern wahlweise die durch sie verfügbaren Inhalte (sog. In-App-Käufe) über eine dem Nutzer vertraute Zahlungs-Infrastruktur verkauft werden können.

Mit den Vor- und Nachteilen von Web-Apps und nativen Apps setzt sich auch JanTißler von t3n auseinander. Oder, wie es der Spiegel pointiert: “Das Symbol der Freiheit ist der Browser.“ Das ist zumindest insoweit richtig, als der Browser die Software ist, mit der die größte Menge an Information nicht nur abgerufen, sondern auch mit anderen geteilt werden kann.

Augmented Reality

“Erweiterte Realität“ lautet das Buzz-Word, unter dem uns die mobilen Endgeräte und Anwendungen verkauft werden. Die Idee dahinter: das kleine Gerät in unserer Westentasche vermittelt uns die Welt und erweitert damit unsere Wahrnehmung der Realität. Naja, eigentlich geht die Vision noch viel weiter: z. B. könnten wir mit einer präparierten Brille eigene virtuelle Räume betreten, ähnlich William Gibsons Cyberspace. Das könnte dann zusammen mit intelligenten Haushaltsgeräten so aussehen:

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Oder doch vielleicht eher so:

Schaut rein in die Quelle auf eVideo 2.0 an der HTW Berlin

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